Die Bundesregierung plant im Rahmen einer Änderung des Bundesjagdgesetz sowie des Bundesnaturschutzgesetz, den Wolf künftig als grundsätzlich jagdbare Tierart einzustufen.
Das Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln sieht diese Entwicklung mit großer Sorge. Aus unserer Sicht fehlt es an einer belastbaren fachlichen Grundlage für eine solche Entscheidung. Weder lässt sich ein steigendes Konfliktpotenzial zwischen Wolf und Bevölkerung nachweisen, noch belegen wissenschaftliche Studien, dass eine Bejagung geeignet ist, Nutztierrisse wirksam zu reduzieren.
Vielmehr zeigt die aktuelle Datenlage, dass konsequenter Herdenschutz eine deutlich effektivere Maßnahme darstellt. Gleichzeitig sind viele Weidetiere nach wie vor unzureichend geschützt, obwohl entsprechende Fördermöglichkeiten bestehen.
Auch die häufig angeführten wirtschaftlichen Argumente greifen zu kurz. Die Herausforderungen der Weidetierhaltung sind überwiegend struktureller Natur und bestehen unabhängig von der Rückkehr des Wolfs.
Vor diesem Hintergrund fordert das Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln eine sachliche, wissenschaftlich fundierte Debatte sowie einen klaren Fokus auf Prävention, Unterstützung der Tierhalter und ein modernes, evidenzbasiertes Wildtiermanagement.
„Wir bleiben dran!“ ist die Botschaft aller im Tierschutznetzwerk vertretenen NGO`s und
Einzelpersonen.
Die Pressemitteilung im PDF-Format ist hier abrufbar.





